Anregungen zum Stück erhielt Marguerite Donlon durch Texte der britischen Dramatikerin Sarah Kane, die 1999 im Alter von 28 Jahren infolge einer psychischen Erkrankung Selbstmord beging. Kanes Texte oszillieren zwischen Nüchternheit, Aggression, sexueller Eindeutigkeit und Todessehnsucht, sie erkunden das Grenze zwischen bewusster, halbbewusster und unbewusster Rede und Gedankenführung.
Die Texte geben in ihrer bedeutungsmäßigen und lautlichen Verfasstheit den Anstoß zu einem eigenständigen Gebilde, in welchem die musikalische Weiterführung und Perspektivierung eine entscheidende Rolle spielt. Besonders deutlich wird dies an der Stelle, wo sich Wörter und Sätze aus den Muttersprachen der beteiligten Tänzerinnen und Tänzer zu einem babylonischen Gewirr verdichten, dem in seiner musikalischen Gefasstheit dennoch höchste Klarheit und Ausdruckskraft eigen ist.