Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
Der neue Tanzabend von Marguerite Donlon und der Donlon Dance Company dreht sich um das Thema Krieg und Frieden.
Vier Werke stehen auf dem Programm, davon drei Uraufführungen.
In ihrem neuen Stück „Footprints" unternimmt die Ballettchefin des Saarländischen Staatstheaters Marguerite Donlon eine Reise in die Vergangenheit. Sie hat eine Gruppe älterer Menschen ausgesucht, die ihre Kriegserlebnisse aus verschiedenen Blickwinkeln schildern. Diese Erfahrungen sind eingebettet in teils dynamische, teils sanfte Bewegungsabläufe. Ein wiederkehrendes Motiv sind schwere Schicksalsschläge, die Menschen im Krieg hinnehmen müssen und doch immer wieder Kraft schöpfen und ihr Leben in die Hand nehmen. Der Kontrast zwischen der Zerbrechlichkeit der alten Menschen und der kraftvollen Präsenz der Tänzer verstärkt die Gegenüberstellung von KRIEG UND FRIEDEN, Vergangenheit und Gegenwart. Ein Blick zurück aber auch in die Zukunft.
Die Saarbrücker Performance-Gruppe Die Redner (Florian Penner, Oliver Strauch, Claas Willeke, Bernhard Wittmann) ist bekannt für ihre Fusion aus Livemusik, Rede und Filmprojektionen, zuletzt „EuroVision – Brandt de Gaulle". 2007 erhielten sie den Medienkunstpreis für ihr erstes Werk, die „JFK-Show“. Nun kreieren sie mit und für die Donlon Dance Company ein neues Stück mit dem Titel „response.UN.ability“. Die Redner thematisieren die Frage der Verantwortung jedes Einzelnen aber auch jene der Gemeinschaft.
Seine Uraufführung am Saarländischen Staatstheater erlebt Marguerite Donlons Choreografie „43.1 – über die Mauer", die bisher nur beim Festakt zur Deutschen Einheit am 3. Oktober 2009 in der Saarbrücker Congresshalle gezeigt und von dort live im Fernsehen übertragen wurde. 43.1 Kilometer lang war die Mauer durch Berlin. Als Symbol des kalten Krieges teilte sie die Stadt, mit ihr die Menschen und Schicksale, bis am 9. November 1989 die Hoffnung auf eine Zukunft ohne Mauern näher rückte.
Den Abschluss des Abends bildet das berühmte deutschen Anti-Kriegs-Tanzstück „Der Grüne Tisch" von Kurt Jooss aus dem Jahr 1932. In eindringlicher expressionistischer Bild- und Bewegungssprache zeigt Kurt Jooss einen „Totentanz", zeigt wie der Krieg in das Leben der Menschen eingreift, welche Verwüstungen er hinterlässt, und wie der personifizierte Tod sich über den Schlachtfeldern erhebt und durch die Welt marschiert.
Die DDC ist derzeit die einzige Compagnie weltwet, die das Stück aufführt.
Programm
KRIEG UND FRIEDEN
43.1 - Über die Mauer
Choreographie Marguerite Donlon
Musik Wolfgang Amadeus Mozart
Saarländisches Staatsorchester
Musikalische Leitung Christophe Hellmann
Footprints (Uraufführung)
Choreographie Marguerite Donlon
Musik Barry Guy
Saarländisches Staatsorchester
Musikalische Leitung Christophe Hellmann
response.UN.ability (Uraufführung)
Konzept und Musik von DIE REDNER
Choreographie Video Donlon Dance Company
Der grüne Tisch (1932)
Choreograhie Kurt Jooss
Musik Fritz A. Cohen
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