«Wüste Wüste» ℗
von antenne pernot nach Boris Vian
‹Er trug eine kleine Aktentasche bei sich, auf der die Buchstaben A.P. standen, Antenne Pernot; er war so gekleidet, als sei er auf dem Weg ins Büro.› «
Wüste Wüste» versucht als synästhetische Anordnung von vielen Seiten und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln von Stimme, Komposition, Instrument und Körper sich einen Weg in das Werk des Chansonpoeten und Jazzingenieurs Boris Vian hineinzuschlagen. Immer auf der Suche nach dem Kern und der Kraft einer absolut negativen und keine Alternativen mehr denkenden Kritik an unserem eigenen Wesen und dem, was passiert, wenn wir uns zusammenschließen zu Paaren, Arbeitsgruppen und Institutionen. ‹Ich habe gerade drei Patienten getötet und habe jetzt wieder Zeit zum Arbeiten.› Es gibt keine Utopie. Jeder und jede rotiert und müht sich vergeblich in einem geschlossenen System, einer Systematik des Vergeblichen, aus der es keinen Ausweg gibt. Außer der Trance.
Nur wer sich sehnt und die ‹richtige› Musik in sich hat, kann transzendieren und findet den Ausgang. ‹Es herrschte nur eine tiefe, majestätische Stille, dann hörte man ein unbestimmtes Klirren von Glas.›
Ein klingendes Tableau vivant ohne Herbst und ohne Peking.
(Alle Zitate aus Herbst in Peking von Boris Vian)